Dixieland-Session im Strandhotel Seerose

Ein musikalisches Feuerwerk vom Feinsten entzündeten am 03. & 04. Februar  Hamburgs Jazz-König Albert mit "Abbi Hübner´s Low Down Wizards" und die "Blue Wonder Jazzband Dresden" im Bernsteinsaal der Seerose. Der als Dr. Jazz bekantte deutsche Musikjournalist und Jazzmusiker Karl-Heinz Drechsel moderierte das Dixieland-Festival.

Die Low Down Wizards sind heute eine der ältesten und renommiertesten Jazzbands Hamburgs. Zuhnächst dem klassischen New Orleans Stil verpflichtet, vertreten sie heute eine eigene Variante des Hot Jazz. Sie haben in ihre Musik alles integriert, was ihnen vom Swing und der lateinamerikanischen Rhytmik her baruchbar erscheint. Blues, Hoetness des Vortrages und der korrespondierende Wechselgesang der Stimmen, das für den New Orleans Stil charakteristische Frage- und Antwort-Spiel des Melodiker, sind den Wizards unverzichtbare Ausdrucksmittel und ein wesentlicher Bestandteil ihres Stils.

Die "Blue Wonder Jazzband Dresden" gründete sich 1975 und gab sich den Namen nach einem Wahrzeichen der Stadt, der Elbbrücke "Blaues Wunder". Ihren Stil fand sie im Jazz der zwanziger und dreißiger Jahre, der Musik Jelly Roll Mortons, Bix Beiderbeckes und des jungen Louis Armstrongs. Sicher begünstigt durch ihre langjährig, unverändert gebliebene Zusammensetzung, aber vor allem durch ihre Arrangements und ihren gekonnten dreistimmigen Gesang, hat sie heute als "Amateurband" ein Repertoire, das den Originalaufnahmen ähnlich ist, aber typisch nach der Blue Wonder Jazzband klingt.  

 
Blue Wonder Jazzband Dresden
 
Session beider Bands
 

Musikalische Zeitreise mit Chris Doerk & Frank Schöbel

Wenn Chris Doerk und Frank Schöbel die Bühne betreten, sind Evergreens aus einem halben Jahrhundert Schlagergeschichte angesagt. Schließlich steuert Schöbel im April sein 50. Bühnenjubiläum an. Gekonnt öffnete das einstige Traumpaar der ostdeutschen Schlagerszene mit einem Medley aus gemeinsamen Hits die Pforten der Erinnerung weit. Mit "Ich geh vom Nordpol zum Südpol zu Fuß", "Mädchen, du bist schön" und "Männer, die noch keine sind" ließen sie nicht nur den berühmten "Stern in einer Sommernacht" aufgehen, sondern gewährten als amüsantes Zeitzeugnis auch einen Blick in ihre damalige Fanpost. Ob Frank Schöbel mit Begleitung seiner virtuosen Bandmitglieder überraschend Bach pfiff und sein sanfter Hauchgesang die Feuerzeuge zum Schweben zücken ließ, oder Chris Doerk mit ihrem beliebten mitreißenden Lachen "Schranke auf und Schranke wieder zu" bewegte und "den Mond in die Bäume hängte" - rund 300 klatschende Hände sprachen für große Begeisterung.

 
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Puhdys-Konzert am 14. Januar

"Die Rockerrente ist noch lange nicht in Sicht"... so machte Dieter Birr alias "Maschine" keinen Hehl daraus, die Bretter, die die Welt bedeuten nicht verlassen zu wollen und keine Lust auf Umschulung zu haben. Er rief die über 600 begeisterten Fans im Bernsteinsaal auf, noch ein bischen durchzuhalten. Wohl eines der Erfolgsrezepte der Puhdys, sich selbst und das Leben aufs Korn zu nehmen und über beides zu schmunzeln. So stand auch das fortschreitende Alter dem einen oder anderen Song Pate und spiegelte den Humor der Altrocker wieder. Allein mittels handgemachter Rockmusik, im unverkennbaren Puhdys-Stil aus über vier Jahrzehnten überzeugten die Vollblutrocker zunächst in der ersten Halbzeit mit neuen Titeln und liefen nach der Pause mit ihren Klassikern zur Höchstform auf. Ein Zugabenpaket mit Hits wie "Das Buch" riss die Fangemeinde vollends mit und sorgte für Verabredungen in möglicher Weise hundert Jahren oder spätestens im nächsten Jahr wieder in der "Seerose". 

 
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