Schloßhotel Fürstenberg/Havel entsteht
Das Barockschloß Fürstenberg wurde nach den Plänen des Strelitzer Baumeisters und Kunstgärtners Julius Löwe in den Jahren 1741-1752 als Witwensitz für die Gemahlin des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz errichtet. |
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Im Juni 1810 wurde die preußische Königin Luise (Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz) auf ihrer letzten Reise nach Neustrelitz und Hohenzieritz von ihrem Vater im Fürstenberger Schloß empfangen. Im Juni 2010 wurde 200 Jahre später aus diesem Anlass ein Königin-Luise-Sommerbufett veranstaltet (sh. Galerie).
Zur wechselvollen Geschichte des Schlosses gehört in den Jahren 1913-1939 seine Nutzung als Sanatorium, in dem Walter Rathenau zu einem Kuraufenthalt weilte. Bis 1990 war es Krankenhaus der Stadt und dann bis 2001 Altenpflegeheim.
Die Pläne für das Schloßhotel sehen vor, dass das historische Schloßgebäude durch Neubauten (Badehaus, Kavalierhaus und Südpavillon) ergänzt wird. Es entsteht eine attraktive Hotelanlage in einem nach barockem Vorbild gestalteten Park, der von zwei Nebenflüssen der Havel umgeben ist.
Das Schloßhotel Fürstenberg wird ca. 110 Zimmer, ein Schloßrestaurant mit Weinkeller, Veranstaltungs- und Tagungsräume im Schloßsaal und im Nordflügel, ein Schwimmbad mit Saunalandschaft, eine Wellnessabteilung sowie vielfältige Sport- und Freizeitanlagen haben.
Erste Restaurierungsarbeiten wurden erfolgreich durchgeführt
Im Jahre 2010 wurden das Mittelrisalit der Westfassade und die zweiflügelige Eingangstür des Barockschloßes Fürstenberg erfolgreich restauriert.
Das Mittelrisalit gehört mit seinen filigranen Stuckaturen, die im norddeutschen Raum nahezu einmalig sind, zu dem historisch wertvollsten Bereich der Schloßfassade. Es bestand die Gefahr, dass es in absehbarer Zeit zu verfallen drohte. Ausgehend von umfangreichen restauratorischen Untersuchungen konnten Stuck und Putz sowie die farbliche Gestaltung entsprechend dem bauzeitlichen Zustand (1741/1752) ausgeführt werden. Alle Fenster und Türen wurden nach historischem Vorbild ersetzt. Zugleich wurde wieder ein Balkon angebaut, der bereits 1843 wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden musste.




Auch die aus der Bauzeit noch erhaltene Eingangstür aus Eichenholz (in der Ostfassade gelegen) wurde im Ergebnis umfassender denkmalpflegerischer Befunde originalgetreu saniert.


Die durchgeführten Arbeiten, bei deren Finanzierung auch Einlagen stiller Gesellschafter zum Einsatz kamen, haben nicht nur große bauhistorische Bedeutung. Sie sind ein Symbol dafür, dass nach mehreren Jahren der Beräumung und des Abrisses nunmehr erste Schritte zur Neugestaltung des Schloßes als Hotel gegangen werden konnten.



